Digitalisierung, und dann?

Einführung in die digitale Museumsdokumentation

Digitale Dokumentation und Modellierung

mit Marco Klindt

am 5. Oktober 2017
10–18 Uhr
in Köln
ab 179 EUR

 

Seminarinfo

  • Museen haben heutzutage die Möglichkeit, ihren Bestand einfacher und sinnvoller zu dokumentieren. Mit Linked Open Data können Informationen aus unterschiedlichsten Sprachen und Einrichtungen z. B. auf einer Landkarte visualisiert und in Kontext gestellt werden. Die Daten werden für andere nutzbar gemacht, besser gesagt: Sie können für jeden online zugänglich gemacht werden. Die Teilnehmer lernen anhand von Best-Practice-Beispielen ganz konkret, wie das funktionieren kann.

  • „Museale Daten können in Systemen wie dem Ressource Description Framework (RDF) leichter sichtbar und auffindbar gemacht werden. Das erleichtert den Mitarbeitern die Arbeit in der Dokumentation merklich. Auch Nachnutzbarkeit von Daten ist ein Thema. Dazu wird z. B. das CIDOC CRM vorgestellt und dessen Erweiterung oder die Anwendung im British Museum. Davon können wir viel lernen.“

  • „Datenmodelle wie RDF, also das Ressource Description Framework, werden Teil des Seminars sein. Außerdem die Anwendung einer Graphdatenbank mit Reasoning und SPARQL. Zur Objektpräsentation sehen wir uns in HTML Syntaxen wie RFD-XML, JSON-LD, N3 und Turtle an.“

Thema

Die digitale Dokumentation steht nicht mehr in der Tradition der Zettelkästen mit Karteikarten. Sie nutzt standardisierte, konzeptionelle Modelle, veröffentlichte (LOD-) Norm-Vokabulare und Thesauri. Die Visualisierung, Weiterverarbeitung, Nachnutzung und Einbindung von Daten stellen unterschiedliche Anforderungen an die Dokumentation. Ein weiterer Schritt besteht in der Einbindung der Daten in das Semantic Web, z. B. durch eine Veröffentlichung als Linked Open Data. Das sind Daten, die unter offener Lizenz angeboten werden und mit anderen Daten verknüpfbar sind. Der Workshop stellt Best-Practice-Beispiele vor und die Teilnehmer lernen Anwendungsmöglichkeiten kennen:

  • Wie werden Daten aus der eigenen Dokumentation sichtbar und auffindbar?
  • Welche Nachnutzung der Daten ist möglich?
  • Wie lassen sich eigene Daten mit anderen Portalen verbinden?
  • Welche externen Daten lassen sich sinnvoll in die eigene Dokumentation einbinden?
  • das Datenmodell RDF (Ressource Description Framework)
  • die Anwendung in einer Graphdatenbank mit Reasoning und SPARQL
  • die direkte Einbettung von Linked Open Data als RDFa in HTML der eigenen Objektpräsentation
  • verschiedene Syntaxen wie RDF-XML, JSON-LD, N3 und Turtle
  • Ontologien zur konzeptionellen und semantischen Interoperabilität
  • Mögliche Ergebnisse von Linked Open Data, wie z. B. die automatische Anzeige von Begriffen zu Konzepten in unterschiedlichen Sprachen, die Visualisierung von verknüpften Koordinaten auf einer Landkarte oder die gemeinsame Präsentationen von Objekten aus unterschiedlichen Einrichtungen

Referent

Marco Klindt ist diplomierter Informatiker und reist in Städte rund um die Welt, um Museen und Gallerien zu besuchen. Er berät und entwickelt Lösungen für Kulturerbe-Einrichtungen bei Digitalisierungsprojekten zu technischen Grundlagen, Datenmodellierung und -aufbereitung, der Datenpublikation und digitalen Langzeitarchivierung bei der Servicestelle Digitalisierung (digiS) in Berlin.

Vorkenntnisse

Bei diesen Seminaren handelt es sich um Grundlagenseminare, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Zielgruppe

Diese Seminare richten sich an Entscheider aus Kulturpolitik und Kultureinrichtungen, deren Kuratoren und Verantwortliche für Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Kulturvermittlung sowie deren Mitarbeiter, die den digitalen Auftritt ihres Hauses planen und durchführen.

Zertifikat

Nach Abschluss des Seminars erhalten die Teilnehmer ein personalisiertes Zertifikat der Pausanio Akademie.

Ort

Alle Seminare finden im Technologiepark Köln, Josef-Lammerting-Allee, 50933 Köln statt.

Preisinfo

Frühbuchertarif: 280 EUR (bis zum 14. September 2017)

Vollzahler: 350 EUR

inkl. MwSt., Materialien, Mittagessen und Getränke

Ermäßigungen (kombinierbar)

  • 20% Ermäßigung für Mitgliedschaften (Verband deutscher Kunsthistoriker e.V., Deutscher Museumsbund)
  • 20% Ermäßigung durch Seminargutscheine (Alle Teilnehmer eines Seminars erhalten eine Ermäßigung für ein weiteres Seminar)

Stipendium

Die Bewerbungsfrist für ein Fortbildungsstipendium der Szyperski Stiftung für Kultur und Wissenschaft ist der 14. September 2017.

Teilfinanzierung mit der Bildungsprämie

Mit der Bildungsprämie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung können Sie 50% der Gebühren sparen. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier. Schicken Sie uns eine Kopie Ihrer Bildungsprämie an akademie@pausanio.com und Sie erhalten von uns einen Code, den Sie bei der Anmeldung im Feld „Promotion oder Zugangscode“ eingeben können.

Anmeldung

Geben Sie Ihren Gutscheincode im Feld „Promotion oder Zugangscode“ ein, um weitere 20% Ermäßigung oder den um 50% reduzierten Preis für Teilfinanzierungen mit der Bildungsprämie zu erhalten.

Anmeldebedingungen

Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung nebst Rechnung über die Seminargebühren mit den Angaben zur Überweisung. Wenn Sie eine alternative Zahlungsmethode gewählt haben, erhalten Sie eine Zahlungsbestätigung. Die doo GmbH übernimmt im Namen und auf Rechnung der Pausanio Akademie die Rechnungsstellung und Zahlungsabwicklung.

Mitglieder im Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V. (VDK) und des Deutschen Museumsbundes erhalten einen Rabatt von 20% auf die Seminargebühren. Pro Anmeldung ist nur ein Nachlass möglich.

Bei einer Bewerbung für ein Fortbildungsstipendium werden wir Sie zeitnah nach Bewerbungsschluss über Zu- oder Absage informieren.

Eine Teilfinanzierung durch die Bildungsprämie ist nur dann möglich, wenn das ausgeschriebene Fortbildungsziel mit den Inhalten unserer Seminare übereinstimmt. Die Prüfung obliegt Pausanio. Melden Sie sich darum erst an, wenn Sie von uns eine Mail mit der Zusage und einem Rabattcode erhalten haben. Mitglieder des Verbands Deutscher Kunsthistoriker e.V. und des deutschen Museumsbunds sowie Frühbucher profitieren mit der Bildungsprämie doppelt, darüber hinaus ist jedoch kein weiterer Rabatt möglich. Das Bundesprogramm Bildungsprämie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

Eine Stornierung der Teilnahme ist bis sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn kostenfrei möglich. Danach werden 100 Prozent des Teilnahmebeitrags erhoben. Alternativ kann ein Ersatzteilnehmer ohne zusätzliche Kosten gestellt werden.

Die Pausanio Akademie behält sich vor, bei zu geringer Nachfrage einen Kurs abzusagen. Dies geschieht spätestens eine Woche vor dem geplanten Seminartermin. In diesem Fall werden die bereits gezahlten Seminargebühren zurückerstattet; darüber hinaus können keine weiteren Ansprüche gegenüber der Pausanio Akademie geltend gemacht werden. Gleiches gilt bei Kursabsagen aufgrund höherer Gewalt.

Nach Abschluss des Seminars erhalten alle Teilnehmer ein personalisiertes Zertifikat der Pausanio Akademie.