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  1. Thomas Tunsch
    29. Juni 2020 @ 16:24

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Das Thema hat mich – ausgehend vom Museumsalltag – auch immer wieder beschäftigt, zuletzt in einem Vortrag “Werkzeug für Kollaboration: Das Intranet der Staatlichen Museen zu Berlin” (https://de.slideshare.net/Tunsch/smbwikiintranetspkkollaboration, u.a. Folien 10-12). In Museen, die gleichzeitig eine große Rolle als Forschungseinrichtungen spielen, scheint die arbeitsteilige Struktur der verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen ein Hindernis für Kollaboration zu sein, solange sie sich nicht den digitalen Geisteswissenschaften gegenüber öffnen. Über die Stellung der einzelnen Wissenschaftler*innen innerhalb ihrer Disziplin wird deren Autorität im Fachgebiet gegenüber den Kolleg*innen definiert und das verhindert die (Neu-)Definition der Autorität durch kollaborative Strukturen und gemeinsame Verantwortung. Solange die arbeitsteilige Struktur der verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen immer wieder reproduziert wird, sind gegenseitiges Verstehen und Akzeptieren gemeinsamer Arbeitsgrundlagen nur mit hohem Aufwand zu erreichen. Sichtbar werden diese Konflikte zum Beispiel beim kollaborativen Erarbeiten von Texten, für die keine individuelle Urheberschaft angegeben werden kann.

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